Der Kryptowinter taut. Noch ist es zu früh, die nächste Hausse auszurufen, doch die Signale am Markt für digitale Assets haben sich deutlich aufgehellt. Bitcoin hat sich seit seinem Zwischentief Ende Juni inzwischen um deutlich mehr als 30% erholt und knackte dabei wieder die USD 85‘000er-Marke. Selbst ein politischer Rückschlag konnte die Bewegung bislang nicht nachhaltig bremsen: Nachdem der Clarity Act im US-Senat Mitte September nicht die erforderliche Mehrheit für das weitere Verfahren erhalten hatte, sackte Bitcoin zwar zunächst ab, wenige Tage später war dieser Rückschlag bereits mehr als wettgemacht.

Quelle: Refinitiv, Stand: 22.09.2026 Historische Daten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen.
Bitcoin als Geschäftsmodell
Kaum eine Aktie reagiert stärker auf solche Stimmungsumschwünge als Strategy. Aus dem einstigen Softwareunternehmen ist unter Gründer Michael Saylor längst eine Bitcoin-Treasury-Gesellschaft mit angehängtem Softwaregeschäft geworden. Ende 2025 hielt Strategy 672‘500 Bitcoin, aktuell sind es gar 846‘000 Coins – das entspricht in etwa 4% aller Bitcoins, die jemals produziert werden können. Der Anschaffungswert beträgt rund USD 63.9 Mrd. zu durchschnittlich USD 75‘578 Dollar je digitale Devise. Gegenüber dem Jahresende 2025 ist der Bestand damit netto um rund ein Viertel gewachsen. Ganz so geradlinig verlief die Kursentwicklung allerdings nicht. Der Bitcoin tauchte zwischenzeitlich unter die USD 60‘000er-Marke ab. Im Sommer verkaufte Strategy zudem erstmals in grösserem Umfang die Kryptowährung, unter anderem, um Dividenden zu finanzieren und die Liquidität zu stärken.
Milliardenverluste mit Schönheitsfehler
Wie stark Strategy vom Bitcoin abhängt, zeigte das zweite Quartal eindrucksvoll. Der Umsatz aus dem operativen Geschäft verbesserte sich zwar um 6.9% auf USD 122.4 Mio., der Bruttogewinn erreichte USD 81.6 Mio. Unter dem Strich dominierte jedoch der Bitcoin: Aufgrund des damaligen Kursrückgangs verbuchte Strategy einen unrealisierten Verlust auf digitale Vermögenswerte von USD 8.32 Mrd., woraus ein Nettoverlust von USD 8.22 Mrd. resultierte. Gleichzeitig arbeitete das Management an der Finanzierung. Im zweiten Quartal sank die ausstehende Wandelanleiheverschuldung um 18% auf USD 6.7 Mrd., die Dollarreserve wurde bis Ende Juli auf USD 3.75 Mrd. ausgebaut. Diese soll die Zins- und Vorzugsdividenden für mehr als zwei Jahre abdecken.

Quelle: Strategy, Stand: September 2026 Historische Daten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen.
Saylors Bitcoin-Maschine
Saylors Vision geht weit über das blosse Horten von Coins hinaus. Strategy möchte Fremdkapital aufnehmen, dieses möglichst gewinnbringend in Bitcoin umwandeln und dadurch langfristig mehr Bitcoin je Aktie schaffen. Das Unternehmen strebt an, diese Kennzahl innerhalb von sieben Jahren zu verdoppeln und jährlich neues «Digital Credit» im Umfang von 10% bis 20% seines Bitcoin-Bestands zu platzieren. In einer Investorenpräsentation formuliert das Unternehmen sogar die Ambition, langfristig nach Börsenwert zum grössten Unternehmen der Welt aufzusteigen. Die Strategie auf dem Weg dahin ist inzwischen flexibler geworden. Neben neuen Aktien und Vorzugsinstrumenten gehören Rückkäufe eigener Wertpapiere und begrenzte Bitcoin-Verkäufe ausdrücklich zum Werkzeugkasten. Saylor bezeichnet Bitcoin dennoch weiterhin als «digitales Kapital», auf dem sich künftig ein wachsendes Kredit- und Finanzsystem aufbauen lasse.
Roter Bereich
Genau darin liegt aber auch das Risiko. Fällt Bitcoin kräftig, sinkt nicht nur der Wert der Reserven. Gleichzeitig können sich die Finanzierungskonditionen verschlechtern, während Zinsen und Vorzugsdividenden weiter bedient werden müssen. Neue Aktienemissionen können zudem verwässern. Die Strategy-Aktie funktioniert damit vereinfacht als gehebelte Wette auf Bitcoin und auf die Fähigkeit des Managements, diesen Finanzierungskreislauf am Laufen zu halten. Ganz überzeugt scheint die Finanzcommunity noch nicht zu sein: Trotz der jüngsten Erholung steht die Aktie auf Sicht von 12 Monaten immer noch knapp 50% in den Miesen.
Hohe Renditen im Seitwärtsgang …
Für Anleger, die nach dem jüngsten Rebound eher eine Seitwärtsbewegung erwarten, stehen neue Softcallable Barrier Reverse Convertibles am Start. Die Produkte mit einer Maximallaufzeit von einem Jahr bieten einen garantierten Coupon von 20.60% p.a. in Franken respektive 25.20% in Dollar. Die Barriere liegt bei tiefen 49% des Anfangsniveaus. Softcall-Beobachtungen finden vierteljährlich statt, erstmals nach sechs Monaten. Wird die Barriere verletzt, entfällt der bedingte Schutz, sodass bei einer schwachen Strategy-Aktie Verluste möglich sind. Die hohen, garantierten Zinszahlungen würden in diesem Fall aber einem Minus entgegenwirken.
Callable Barriere Reverse Convertible
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| 20.60% p.a. Barrier Reverse Convertible – in CHF | ISIN: CH1607584054 | In Zeichnung |
| 25.20% p.a. Barrier Reverse Convertible – in USD | ISIN: CH1607584096 | In Zeichnung |
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