Der deutsche Aktienmarkt konnte sich gestern lange Zeit recht gut behaupten. Die Stimmung hatte am Morgen nach neuen Angriffen des Iran auf die Öl-Infrastruktur der Golfstaaten einen herben Dämpfer erhalten. Die Ölpreise zogen wieder kräftig an – der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent stürmte um mehr als 9 Prozent auf über 100 US-Dollar je Barrel nach oben. Doch der Leitindex DAX startete nicht so schwach in den Handel wie zuvor befürchtet. Und noch am Vormittag kletterte der DAXin die Gewinnzone, konnte sich dort aber nicht bis zum Feierabend behaupten. Am Ende des Tages stand ein kleines Minus von 50 Punkten oder 0,21 Prozent auf 23.590 Punkten zu Buche. Mit BMW, Hannover Rück, RWE und Zalando legten gleich vier DAX-Unternehmen recht solide Bilanzen vor. Vor allem die Zalando-Zahlen wurden am Markt gefeiert – die Papiere des Online-Modehändlers stürmten um beinahe 10 Prozent nach oben. Am Nachmittag knickte der DAX mit schwach tendierenden US-Börsen jedochwieder etwas ein. Der anhaltende Konflikt und die angespannte Lage am Ölmarkt nähren inzwischen auch Sorgen vor den Auswirkungen auf die deutsche Konjunktur. Hohe Ölpreise drohen die Inflation anzuheizen und das Wirtschaftswachstum auszubremsen. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognosen angesichts dessen angepasst. So rechnet etwa das Kieler Institut für Weltwirtschaft damit, dass das BIP in diesem Jahr nur noch um 0,8 Prozent wächst und nicht wie ursprünglich erwartetum 1,0 Prozent.
DAX in Punkten
Quelle: Bloomberg. Bitte beachten Sie, dass aus der Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht auf die zukünftige Wertentwicklung geschlossen werden kann.
Charttechnik: Der DAX hat sich gestern tapfer geschlagen. Es ging letztlich zwar leicht abwärts, doch hat sich das kurzfristige Chartbild nicht entscheidend weiter eingetrübt. Die DAX-Indikationen notieren in der Früh zwar leicht im Plus, doch kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Ein erneuter Test des Korrekturtiefs vom November bei 22.943 Punkten erscheint weiterhin möglich. Zu Beginn der Woche ging es für den deutschen Leitindex schon einmal um gut 15 Punkte darunter. Bei einem nachhaltigenUnterschreiten würde sich das übergeordnete Chartbild gravierend eintrüben. Zuvor würden sich mit dem September-Tief bei 23.285 Punkten und dem Juni-Tief bei 23.052 Punkten aber noch zwei Unterstützungen in den Weg stellen. Ganz leicht aufhellen würde sich das Chartbild jedoch erst bei einem Überqueren des Zwischentiefs vom 18. Dezember bei 23.924 Punkten. Das Kaufinteresse dürfte aber wohl erst wieder merklich zunehmen, wenn auch die aktuell bei 24.166 Punkten verlaufende 200-Tage-Liniewieder überquert wird.
Quelle: Bloomberg. Bitte beachten Sie, dass aus der Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht auf die zukünftige Wertentwicklung geschlossen werden kann.
Der DAX hat sich gestern tapfer geschlagen. Es ging letztlich zwar leicht abwärts, doch hat sich das kurzfristige Chartbild nicht entscheidend weiter eingetrübt. Die DAX-Indikationen notieren in der Früh zwar leicht im Plus, doch kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Ein erneuter Test des Korrekturtiefs vom November bei 22.943 Punkten erscheint weiterhin möglich. Zu Beginn der Woche ging es für den deutschen Leitindex schon einmal um gut 15 Punkte darunter. Bei einem nachhaltigenUnterschreiten würde sich das übergeordnete Chartbild gravierend eintrüben. Zuvor würden sich mit dem September-Tief bei 23.285 Punkten und dem Juni-Tief bei 23.052 Punkten aber noch zwei Unterstützungen in den Weg stellen. Ganz leicht aufhellen würde sich das Chartbild jedoch erst bei einem Überqueren des Zwischentiefs vom 18. Dezember bei 23.924 Punkten. Das Kaufinteresse dürfte aber wohl erst wieder merklich zunehmen, wenn auch die aktuell bei 24.166 Punkten verlaufende 200-Tage-Liniewieder überquert wird.
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