Am deutschen Aktienmarkt nahmen die Marktteilnehmer am Mittwoch Reissaus – der Leitindex DAX stürzte um 568 Punkte oder 2,23 Prozent auf 24.897 Punkte ab. Seit dem Rekordhoch vom Montag bei 25.900,10 Punkten hat der DAX bereits wieder um mehr als 1.000 Punkte korrigiert. Der Grund dürfte klar sein – rückte der Iran-Konflikt wegen der laufenden Friedensverhandlungen zuletzt in den Hintergrund, so ist er gestern erneut eskaliert und wurde somit wieder zum Taktgeber. Mit stark gestiegenenÖlpreisen sind auch die Inflationsrisiken wieder deutlich gestiegen – der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent kletterte zwischenzeitlich wieder über die Marke von 80 US-Dollar, nachdem er jüngst bereits bis auf knapp 70 Dollar abgesackt war. Unter Beschuss standen gestern vor allem zinssensitive Werte wie etwa der Immobilienkonzern Vonovia, der mit einem Minus von 5,90 Prozent der schwächste Wert im DAX war. Derweil wird eine Übernahme der Commerzbank durch die italienische GrossbankUniCredit immer wahrscheinlicher. Die UniCredit hält nach eigenen Angaben nach dem jüngsten Pflichtangebot an die Commerzbank-Aktionäre rund 44 Prozent der Commerzbank-Anteile und käme nach Ausübung von Kaufoptionen sogar auf 47 Prozent.
DAX in Punkten
Quelle: Bloomberg. Bitte beachten Sie, dass aus der Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht auf die zukünftige Wertentwicklung geschlossen werden kann.
Charttechnik: Der DAX hat zuletzt kein gutes Bild abgegeben. Zwar kletterte er am Montag bei 25.900,10 Punkten auf ein neues Rekordhoch, doch blieb die grosse Dynamik nach dem Ausbruch über das Januar-Hoch bei 25.508 Punkten aus. Mit dem Aufflammen des Nahost-Konflikts drückten die Marktteilnehmer jedoch wieder kräftig auf dem Verkaufsknopf. Der DAX fiel gestern nicht nur deutlich unter den Unterstützungsbereich bei 25.438/25.406 Punkten, sondern rutschte auch wieder unter die aktuell bei 24.921 Punktenverlaufende 38-Tage-Linie, womit sich das kurzfristige Chartbild sogar wieder leicht eintrübte. Auf der Unterseite steht somit erneut der Unterstützungsbereich zwischen 24.771 und 24.479 Punkten im Fokus, ehe die aktuell bei 24.305 Punkten verlaufende 200-Tage-Linie in den Fokus rücken könnte. Auf der Oberseite scheint der Zug zunächst abgefahren zu sein. Es sei denn, der Nahost-Konflikt entspannt sich wieder zeitnah. Der Widerstandsbereich bei 25.406/25.438 Punkten und das Januar-Hoch bei25.508 Punkten müssen aber erst einmal wieder überquert werden.
DE: Handelsbilanzsaldo (saisonbereinigt) in Mrd. EUR
Mai
14,50
14,90
08:00
DE: Importe (Monat)
Mai
1,20
0,10
08:00
DE: Exporte (Monat)
Mai
0,90
-0,30
13:30
EWU: Protokoll der letzten EZB-Sitzung
14:30
US: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in Tsd.
Vorwoche
215,00
218,00
14:30
US: Fortgesetzte Anträge auf Arbeitslosenhilfe in Tsd.
Vorwoche
1.814,00
1.820,00
16:00
US: Verkauf bestehender Häuser (annualisiert) in Mio.
Juni
4,17
4,19
Quelle: Bloomberg. Bitte beachten Sie, dass aus der Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht auf die zukünftige Wertentwicklung geschlossen werden kann.
Der DAX hat zuletzt kein gutes Bild abgegeben. Zwar kletterte er am Montag bei 25.900,10 Punkten auf ein neues Rekordhoch, doch blieb die grosse Dynamik nach dem Ausbruch über das Januar-Hoch bei 25.508 Punkten aus. Mit dem Aufflammen des Nahost-Konflikts drückten die Marktteilnehmer jedoch wieder kräftig auf dem Verkaufsknopf. Der DAX fiel gestern nicht nur deutlich unter den Unterstützungsbereich bei 25.438/25.406 Punkten, sondern rutschte auch wieder unter die aktuell bei 24.921 Punktenverlaufende 38-Tage-Linie, womit sich das kurzfristige Chartbild sogar wieder leicht eintrübte. Auf der Unterseite steht somit erneut der Unterstützungsbereich zwischen 24.771 und 24.479 Punkten im Fokus, ehe die aktuell bei 24.305 Punkten verlaufende 200-Tage-Linie in den Fokus rücken könnte. Auf der Oberseite scheint der Zug zunächst abgefahren zu sein. Es sei denn, der Nahost-Konflikt entspannt sich wieder zeitnah. Der Widerstandsbereich bei 25.406/25.438 Punkten und das Januar-Hoch bei25.508 Punkten müssen aber erst einmal wieder überquert werden.
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