Die Edelmetallmärkte sind weiter ausser Rand und Band. Nach dem jüngsten Höhenflug ging es am Donnerstag und Freitag mit den Preisen kräftig abwärts. Die Korrektur erreichte dabei noch nie gesehene Ausmasse. Der Goldpreis, der erst am Donnerstag bei 5.594 US-Dollar ein neues Rekordhoch erreichte, stürzte am Freitag bis auf 4.861 Dollar ab – ein Minus von gut 733 Dollar oder mehr als 13 Prozent in nur zwei Tagen. Noch deutlich heftiger erwischte es den Silberpreis, der am Donnerstag bei121,62 Doller ebenfalls ein neues Rekordhoch erreichte und am Freitag bis auf 74,06 Dollar abstürzte – ein Minus von 39 Prozent in nur zwei Tagen. Solche Abstürze kommen nur zustande, wenn zuvor viele Marktteilnehmer in Schieflage geraten sind. Vor allem bei Silber sind zahlreiche Banken in eine Liquiditätsfalle geraten, weil der Silberpreis dynamischer anstieg, als es ihre Absicherungsmodelle vorsahen. Es bauten sich immense Buchverluste auf – beim Erreichen von Silberpreisen über 120Dollar beliefen sich diese Verluste allein für die US-Grossbanken auf schätzungsweise 5,8 bis 6 Milliarden Dollar. In einem bereits seit Donnerstag sehr nervösen Umfeld lösten massive Verkaufsorders dann eine Lawine aus. Die zahlreichen Liquidierungen führten auch bei Gold zu massiven Verkäufen. Der Auslöser war möglicherweise die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger des abtretenden US-Notenbankchefs Jerome Powell. Warsh gilt nicht als Verfechter der bislang erwarteten Lockerungen,sondern eher als 'Inflation Hawk', der zu einem restriktiveren Zinspfad tendiert, um so die Teuerungsrate in den Griff zu bekommen. Die Zinssenkungserwartungen dürften damit einen heftigen Dämpfer erhalten haben.
Gold in US-Dollar
Quelle: Bloomberg. Bitte beachten Sie, dass aus der Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht auf die zukünftige Wertentwicklung geschlossen werden kann.
Charttechnik: Der Goldpreis ist allein am Freitag um kräftige 518 US-Dollar oder 9,63 Prozent auf 4.861 Dollar abgestürzt. In den frühen Morgenstunden ging es sogar nochmals um mehr als 250 Dollar oder 5,23 Prozent bis auf 4.606 Dollar abwärts, ehe sich der Goldpreis bis an die Marke von 4.700 Dollar erholen konnte. Ob die Korrektur beendet ist, lässt sich noch nicht sagen. Mit dem aktuell bei 4.579 Dollar verlaufenden 38-Tage-Durchschnitt warte in unmittelbarerer Nähe jedoch eine überaus solideUnterstützung. Ein weitere signifikante Unterstützung wartet am Oktober-Hoch bei 4.380 Dollar. Die Korrektur sieht dramatisch aus, doch wurde lediglich die Übertreibung nach oben der vergangenen Wochen neutralisiert. Seit Jahresanfang steht noch immer ein Zuwachs von mehr als 8 Prozent zu Buche. Das Interesse nach Gold dürfte angesichts der vielen geopolitischen Probleme jedoch hoch bleiben. Somit bestehen gute Chancen, dass nach eine Phase der Beruhigung, der Goldpreis wieder in Richtungder runden 5.000-Dollar-Marke laufen könnte.
Quelle: Bloomberg. Bitte beachten Sie, dass aus der Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht auf die zukünftige Wertentwicklung geschlossen werden kann.
Der Goldpreis ist allein am Freitag um kräftige 518 US-Dollar oder 9,63 Prozent auf 4.861 Dollar abgestürzt. In den frühen Morgenstunden ging es sogar nochmals um mehr als 250 Dollar oder 5,23 Prozent bis auf 4.606 Dollar abwärts, ehe sich der Goldpreis bis an die Marke von 4.700 Dollar erholen konnte. Ob die Korrektur beendet ist, lässt sich noch nicht sagen. Mit dem aktuell bei 4.579 Dollar verlaufenden 38-Tage-Durchschnitt warte in unmittelbarerer Nähe jedoch eine überaus solideUnterstützung. Ein weitere signifikante Unterstützung wartet am Oktober-Hoch bei 4.380 Dollar. Die Korrektur sieht dramatisch aus, doch wurde lediglich die Übertreibung nach oben der vergangenen Wochen neutralisiert. Seit Jahresanfang steht noch immer ein Zuwachs von mehr als 8 Prozent zu Buche. Das Interesse nach Gold dürfte angesichts der vielen geopolitischen Probleme jedoch hoch bleiben. Somit bestehen gute Chancen, dass nach eine Phase der Beruhigung, der Goldpreis wieder in Richtungder runden 5.000-Dollar-Marke laufen könnte.
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