Nach der jüngsten Rekordfahrt hat der deutsche Aktienmarkt gestern den Rückwärtsgang eingelegt – der Leitindex DAX gab zum Wochenauftakt um 312 Punkte oder 1,17 Prozent auf 26.258 Punkte nach. Der August verlief aber dennoch überaus freundlich – der DAX fuhr einen Monatsgewinn von 629 Punkten oder 2,45 Prozent ein. Doch die Stimmung erhielt zum Wochenauftakt einen herben Dämpfer. Zum einen haben sich die Zinsperspektiven spätestens mit der Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh auf demNotenbanksymposium in Jackson Hole deutlich getrübt. Eine US-Zinserhöhung im September wird inzwischen zu nahezu zwei Dritteln eingepreist. Und auch im Euroraum dürfte eine Zinserhöhung im September bevorstehen – zumindest preist der Markt eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte nahezu vollständig ein. Bestätigung fand der Markt in den gestrigen Inflationsdaten aus Deutschland, wo die Teuerung im August wie erwartet auf 2,9 Prozent gestiegen ist. Schwach entwickelten sich vor allem dieImmobilienkonzerne, die auf niedrige Zinsen angewiesen sind – die Papiere von Vonovia verloren mehr als 3 Prozent und gehörten zu den grössten Verlierern im DAX. Noch stärker abwärts ging es für die Papiere von Siemens Energy, wo die KI-Euphorie immer kräftiger entweicht.
DAX in Punkten
Quelle: Bloomberg. Bitte beachten Sie, dass aus der Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht auf die zukünftige Wertentwicklung geschlossen werden kann.
Charttechnik: Möglicherweise ist dem DAX die Puste ausgegangen. Am vergangenen Freitag stürmte der deutsche Leitindex bei 26.618,74 Punkten noch auf ein neues Rekordhoch. Doch neue Kaufimpulse konnte die neue Bestmarke nicht erzeugen. Im Gegenteil - zum Start in die neue Woche machten einige Anleger Kasse und schickte den DAX auf Talfahrt. Die erste signifikante Unterstützung wartet nun jedoch erst am Zwischenhoch vom 6. Juli bei 25.900 Punkten. Exakt hier fand der DAX bereits während der jüngstenSchwächephase Halt. Geht es jedoch darunter, würde sich bis zum Januar-Hoch bei 25.508 Punkten nur noch die aktuell bei 25.755 Punkten verlaufende 38-Tage-Linie in den Weg stellen. Auf der Oberseite muss der Zug aber noch nicht abgefahren sein. Neue Aufwärtsimpulse sind aber wohl erst zu erwarten, wenn die Bestmarke überschritten wird.
Quelle: Bloomberg. Bitte beachten Sie, dass aus der Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht auf die zukünftige Wertentwicklung geschlossen werden kann.
Möglicherweise ist dem DAX die Puste ausgegangen. Am vergangenen Freitag stürmte der deutsche Leitindex bei 26.618,74 Punkten noch auf ein neues Rekordhoch. Doch neue Kaufimpulse konnte die neue Bestmarke nicht erzeugen. Im Gegenteil - zum Start in die neue Woche machten einige Anleger Kasse und schickte den DAX auf Talfahrt. Die erste signifikante Unterstützung wartet nun jedoch erst am Zwischenhoch vom 6. Juli bei 25.900 Punkten. Exakt hier fand der DAX bereits während der jüngstenSchwächephase Halt. Geht es jedoch darunter, würde sich bis zum Januar-Hoch bei 25.508 Punkten nur noch die aktuell bei 25.755 Punkten verlaufende 38-Tage-Linie in den Weg stellen. Auf der Oberseite muss der Zug aber noch nicht abgefahren sein. Neue Aufwärtsimpulse sind aber wohl erst zu erwarten, wenn die Bestmarke überschritten wird.
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