Der deutsche Aktienmarkt ist gestern regelrecht eingebrochen – der Leitindex DAX gab um 663 Punkte oder 2,82 Prozent auf 22.840 Punkte nach. Tiefer ging der DAX zuletzt im April 2025 aus einem Handel. Mit der Deutschen Börse, die vom überproportional gestiegenen Handelsvolumen profitierte, gab es nur einen Gewinner. Die Situation im Nahen Osten hat sich gestern weiter zugespitzt. Der Iran hat eine für den Weltmarkt wichtige Flüssiggasanlage im Katar bombardiert und schwer beschädigt,woraufhin die USA als Vergeltungsmassnahme die Zerstörung eines für den Iran bedeutenden Gasfeldes androhte, sollte der Iran weitere Energieanlagen attackieren. In diesem Umfeld zogen die Ölpreise weiter an – der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent kletterte zwischenzeitlich um mehr als 10 Prozent auf 119,13 US-Dollar je Barrel nach oben. Dies schürte neue Inflationssorgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) nahm gestern zwar keine Zinsanpassung vor, wies jedoch auf die kräftiggestiegenen Inflationsgefahren hin. Gleichzeitig erhöhten die Euro-Währungshüter ihre Inflationsprognose für 2026 und erwarten nun im wahrscheinlichsten Szenario eine Teuerungsrate von durchschnittlich 2,6 Prozent im Euroraum. So lange untätig zuschauen wie im Jahr 2022, als die Inflation in der Spitze über die 10-Prozent-Marke kletterte, dürfte die EZB dieses Mal nicht. Entspannt sich die Lage nicht rasch wieder, erwarten Experten schon bald erste Zinserhöhungen in Europa. Unter Druckstanden daraufhin die Immobilienkonzerne, für die steigende Zinsen Gift sind. So stürzten die Papiere von Vonovia um mehr als 12 Prozent ab, obwohl Deutschlands grösster Wohnimmobilienkonzern starke Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr präsentieren konnte.
DAX in Punkten
Quelle: Bloomberg. Bitte beachten Sie, dass aus der Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht auf die zukünftige Wertentwicklung geschlossen werden kann.
Charttechnik: Der DAX ist gestern kräftig abgestürzt. Dabei hat er nicht nur das September-Tief bei 23.285 Punkten unterschritten, sondern auch gleich die Tiefpunkt vom September bei 23.052 Punkten und November bei 22.943 Punkten. Und selbst das Tief vom 9. März bei 22.928 Punkten konnte dem DAX keinen Halt spenden, und er rauschte bis auf 22.759 Punkte in die Tiefe – tiefer abwärts ging es zuletzt im April 2025. Die nächste signifikante Unterstützung taucht nun erst am Zwischentief vom 21. Februar2025 bei 22.226 Punkten auf. Sollte der DAX auch hier keinen Halt finden, könnte sogar ein Absturz auf das Korrekturtief vom April 2025 bei 18.490 Punkten drohen. Der RSI nähert sich zwar der überverkauften Zone, hätte verglichen mit früheren Korrekturphasen aber durchaus noch Luft nach unten. Allerdings notieren die DAX-Indikationen in der Früh komfortabel im Plus, was auf eine freundliche Eröffnung hindeutet. Die Chart-Situation würde sich allerdings erst leicht entspannen, wenn dasJuli-Tief bei 23.381 Punkten wieder überschritten wird.
Quelle: Bloomberg. Bitte beachten Sie, dass aus der Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht auf die zukünftige Wertentwicklung geschlossen werden kann.
Der DAX ist gestern kräftig abgestürzt. Dabei hat er nicht nur das September-Tief bei 23.285 Punkten unterschritten, sondern auch gleich die Tiefpunkt vom September bei 23.052 Punkten und November bei 22.943 Punkten. Und selbst das Tief vom 9. März bei 22.928 Punkten konnte dem DAX keinen Halt spenden, und er rauschte bis auf 22.759 Punkte in die Tiefe – tiefer abwärts ging es zuletzt im April 2025. Die nächste signifikante Unterstützung taucht nun erst am Zwischentief vom 21. Februar2025 bei 22.226 Punkten auf. Sollte der DAX auch hier keinen Halt finden, könnte sogar ein Absturz auf das Korrekturtief vom April 2025 bei 18.490 Punkten drohen. Der RSI nähert sich zwar der überverkauften Zone, hätte verglichen mit früheren Korrekturphasen aber durchaus noch Luft nach unten. Allerdings notieren die DAX-Indikationen in der Früh komfortabel im Plus, was auf eine freundliche Eröffnung hindeutet. Die Chart-Situation würde sich allerdings erst leicht entspannen, wenn dasJuli-Tief bei 23.381 Punkten wieder überschritten wird.
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