Software-Aktien stehen derzeit weltweit unter Druck: Was jahrelang als verlässliche Wachstumsstory galt, wird durch den rasanten Fortschritt der Künstlichen Intelligenz neu bewertet. Investoren fragen sich, welche Geschäftsmodelle in einer KI-getriebenen Welt dauerhaft bestehen können – und ob sich die hohen Investitionen der Konzerne lohnen. In diesem Umfeld hat es auch die Aktie von Oracle hart getroffen: Vom Höchststand im September 2025 aus gerechnet hat sich der Börsenwert inzwischen mehr als halbiert. Der Kursverfall spiegelt die Skepsis vieler Anleger wider. Oracle wurde jahrzehntelang mit dem wenig visionären Geschäft der klassischen Datenbank- und Unternehmensanwendungen verbunden, versetzte dann aber das Börsenpublikum mit immensen Ausgaben in Cloud und KI in Euphorie.
Doch genau hier setzt die aktuelle Debatte an: Kann der Konzern im Zeitalter generativer KI und hyperskalierender Cloud-Plattformen wirklich Schritt halten? Während manche Investoren diese Frage zunehmend zu verneinen scheinen, sendet das Management ein anderes Signal. Oracle will nicht bremsen, sondern beschleunigen und greift dafür tief in die Tasche. Weitere USD 50 Mrd. sollen mittels Anleihen und Aktien für neue KI-Rechenzentren mobilisiert werden.

Quelle: Refinitiv, Stand: 10.02.2026 Historische Daten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen.
Enttäuschende Zwischenbilanz
Doch hier liegt der nächste Stolperstein: Die damit steigende Verschuldung stösst Investoren sauer auf. Und auch der zuletzt verhaltene Geschäftsverlauf trübt das Bild. Der Umsatz legte im zweiten Quartal des Fiskaljahres 2026, getragen vor allem vom Cloud-Geschäft und den wiederkehrenden Softwareerlösen, lediglich um 14% zu. Traditionelle Lizenzumsätze blieben hingegen unter Druck, was allerdings durch die strukturelle Verschiebung im Geschäftsmodell nicht überrascht. Der operative Gewinn kam mit einem Zuwachs von einem Zehntel nur unterproportional voran, was wiederum für eine rückläufige Marge sorgte. Insgesamt konnte Oracle mit seinem Zahlenwerk die hoch gesetzten Erwartungen der Marktteilnehmer nicht erfüllen. Dies bescherte der Aktie einen prozentual zweistelligen Tagesverlust.
Auf dem Weg zum Cloud-Giganten
Auch wenn kurzfristig Skepsis herrscht, positioniert sich Oracle weiter zunehmend als Anbieter von leistungsfähiger Cloud-Infrastruktur für daten- und KI-intensive Anwendungen und hat damit auch grosse Pläne. Bis 2030 erwartet der Konzern, dass ein Grossteil des Wachstums aus Cloud-Services stammt, insbesondere aus dem Infrastrukturgeschäft. Die Hoffnung: Skaleneffekte und langfristige Kundenverträge könnten mittelfristig wieder zu steigenden Margen führen. In Zahlen ausgedrückt lesen sich die langfristigen Pläne folgendermassen: Am Ende des Jahrzehnts möchte Oracle im Bereich Cloud-Infrastruktur einen Umsatz von USD 166 Mrd. erzielen, was einem jährlichen Wachstum von 75% in den kommenden fünf Jahren entspricht. Die Konzernerlöse werden bis dahin auf USD 225 Mrd. beziffert. Zu diesem enormen Wachstum beitragen soll unter anderem der jüngste Deal mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI. Gemeinsam mit dem Unternehmen arbeitet Oracle an einem USD-500-Mrd.-Projekt, welches fünf neue Rechenzentren umfasst. Das Management liess darüber hinaus wissen, dass man bei der Bereitstellung von KI-Cloud-Infrastruktur mit einer bereinigten Bruttomarge zwischen 30% und 40% rechnet. In Bereichen wie konventioneller Cloud-Software und Infrastruktur für Geschäftskunden sind sogar Renditen von 65% bis 80% möglich. Am Ende aber bleibt die Bewertungsfrage. Die Aktie wird nach dem massiven Kursrückgang nun deutlich günstiger gehandelt. Doch der Abschlag ist Ausdruck der Unsicherheit: Investoren müssen daran glauben, dass die heutigen Milliardeninvestitionen die Basis für nachhaltiges Wachstum bilden. Auch sind die Kosten für die Absicherung von Schulden des Softwarekonzerns durch Credit Default Swaps (CDS) Ende 2025 auf den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2009 gestiegen. Oracle steht damit exemplarisch für ein Dilemma in der Branche: hohe Verschuldung, kurzfristiger Margendruck und eine Wette auf eine KI-getriebene Zukunft.
BRCs mit unterschiedlichen Strukturprofilen
Die Analystenzunft scheint aktuell noch auf eine «goldene» Zukunft zu hoffen; das durchschnittliche Kursziel der Oracle-Aktie beläuft sich auf USD 275, was einem knappen Doppler aus heutiger Sicht entspricht. Jedoch ist das Sentiment derzeit extrem angeschlagen, was eine schnelle Wende eher fraglich macht. Das Gute für Anleger: In der Welt der strukturierten Produkte lässt sich für jedes Szenario das richtige Produkt finden. Leonteq bietet für die Skeptiker, die Neutralen und auch die Optimisten passende Lösungen. So stehen zwei neue klassische Barrier Reverse Convertibles sowie zwei BRCs mit einer Invers-Struktur am Start. Die beiden gewöhnlichen BRCs bieten jeweils einen komfortablen Risikopuffer von 50%. Die garantierten Coupons unterscheiden sich dagegen je nach Währung. Das CHF-Produkt schüttet vierteljährig einen anteiligen Zins von 11.00% p.a. aus, bei der USD-Variante sind es sogar 15.00% p.a. Folglich zielen die Papiere auf eine prozentual zweistellige Rendite in einer seitwärts gerichteten Kursbewegung des Basiswertes ab. Anleger, die eher die Gefahr einer anhaltenden Korrektur sehen, können mit den Inverse-BRCs eine teilgeschützte «Short»-Strategie umsetzen. Die Struktur ist ebenso effektiv wie die der klassischen Barrier Reverse Convertibles. So ist die Coupon-Zahlung garantiert. Alle drei Monate dürfen sich Inhaber über eine Zinszahlung freuen. Angeboten wird das Produkt ebenfalls in zwei Währungen: Bei der Franken-Variante beläuft sich der Coupon auf 14.00% p.a., die US-Dollar-Tranche wirft sogar 17.00% p.a. ab. Der entscheidende Unterschied zum herkömmlichen BRC liegt in der Barriere. Diese befindet sich über dem aktuellen Kurs der Oracle-Aktie. Das heisst, das Nominal und somit der maximal erzielbare Gewinn kommen erst dann in Gefahr, wenn der Tech-Titel stark steigen würde. Die Schwelle befindet sich bei 150%. Risikofreudige Trader, sowohl aus dem Optimisten- als auch dem Pessimisten-Lager, werden in der breiten Hebel-Produkteauswahl fündig. Insgesamt stehen über 100 Papiere – von Warrants über Warrants mit Knock-Out bis hin zu Mini Futures – zur Verfügung. Mit diesen lassen sich sowohl Long- als auch Short-Strategien effektiv umsetzen.
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